Ablauf eines Romanlektorats

Ablauf eines Romanlektorats

Wie läuft ein Lektorat eigentlich ab?

Wenn du dir vorgenommen hast, ein Buch zu schreiben, gibt es viele Wege zum Roman.

Du kannst dein Manuskript an Verlage schicken oder es im Selfpublishing veröffentlichen. Natürlich kannst du es auch einfach nur für dich fertig schreiben.

Doch wenn es in die Welt hinaus soll, stellt sich irgendwann die Frage, ob du ein Lektorat brauchst und in Anspruch nehmen möchtest.

Da viele zu Beginn noch keine richtige Vorstellung davon haben, was ein Lektorat wirklich bedeutet, möchte ich dich ins Bild darüber setzen, wie so etwas abläuft und was ein Lektorat beinhaltet.

Da es kein Patent dafür gibt, wie ein Lektorat abzulaufen hat, handhabt das jeder Lektor und jede Lektorin etwas anders. In welche Hände du dein Manuskript auch immer gibst: Du solltest dich mit dem Menschen wohlfühlen, dem du es anvertraust.

Die Anfrage

Zu Beginn bekomme ich oft eine Anfrage. Dabei sind einige Informationen wichtig: In welchem Genre schreibst du? Wie viele Seiten hat dein Manuskript (Normseiten)? Wann kann das Manuskript eingereicht werden beziehungsweise wann planst du, es zu veröffentlichen?

Interessant ist auch der Klappentext oder eine kurze Zusammenfassung, worum es in deiner Geschichte geht.

Das Probelektorat

Sinnvoll ist zum Kennenlernen und damit du meine Arbeitsweise kennenlernen kannst auch ein Probelektorat. Hier schickst du mir fünf Seiten aus deinem Manuskript und ich lektoriere sie.

Das ist für dich kostenlos und hilft mir gleichzeitig dabei, den Arbeitsaufwand und damit den Preis besser einzuschätzen.

Wenn das Probelektorat für dich gut passt und du dich mit meiner Arbeitsweise wohlfühlst, schicke ich dir ein Angebot. Anschließend machen wir einen Termin aus, wann du mir das Manuskript zuschickst. Je nach Seitenzahl sage ich dir auch, wie lange das Lektorat ungefähr dauern wird (z. B. 300 Normseiten etwa vier Wochen).

Wenn du möchtest, kannst du mir außerdem sagen, worauf ich besonders achten soll. Manche Autorinnen und Autoren wissen bereits um ihre Schwächen und möchten, dass ich zum Beispiel besonders auf die Dialoge oder die Plotlogik schaue.

Diese Punkte gehören ohnehin zu einem Lektorat dazu, aber du darfst natürlich einen persönlichen Fokus nennen. Dann schaue ich dort besonders genau hin.

Und dann beginnt das Lektorat

Ab diesem Zeitpunkt darfst du dich zurücklehnen und ich arbeite mich durch dein Manuskript.

Dabei achte ich unter anderem auf den roten Faden, die Logik der Szenen, die Sprache der einzelnen Figuren und die Dialoge. Ich achte auf Zeitformen, zum Beispiel bei Rückblenden, auf Füllwörter, Fremdwörter, zeitliche Angaben und recherchiere gegebenenfalls. Außerdem schaue ich auf die Atmosphäre und den Spannungsbogen und natürlich auf viele weitere Dinge, die deine Geschichte betreffen.

Wenn mir Fehler in der Rechtschreibung oder bei der Zeichensetzung auffallen, kommentiere ich auch diese. Aber der Merksatz „Ein Lektorat ist kein Korrektorat“ bleibt bestehen.

Das Lektorat beschäftigt sich mit dem Inneren deiner Geschichte und hilft dir dabei, sie für deine Leserinnen und Leser noch ansprechender, verständlicher und strukturierter zu machen.

Dabei geht es nicht darum, dein Buch zu meinem Buch zu machen. Meine Aufgabe ist es, dir Stellen aufzuzeigen, die möglicherweise noch nicht funktionieren, und dir Verbesserungsvorschläge zu machen. Was du davon übernimmst, entscheidest am Ende immer du.

Das fertige Lektorat

Nach der vereinbarten Zeit schicke ich dir das Manuskript mit meinen Kommentaren zurück.

Per Mail schreibe ich dir außerdem eine Zusammenfassung und du bekommst ein Zusatzdokument, in dem ich gehäufte Fehler oder sprachliche Besonderheiten, die mir aufgefallen sind, zusammenfasse.

Es ist wie eine Liste, die du dir ausdrucken und bei deinem nächsten Buch wieder zur Hand nehmen kannst. So weißt du: „Ah, darauf muss ich achten.“

Aber auch hier gibt es einen Merksatz, den ich dir mitgeben möchte:

Es ist dein Buch und du entscheidest, ob du meine Vorschläge annimmst oder nicht.

Ein Lektorat sollte ein Austausch auf Augenhöhe sein. Wenn dir jemand das Gefühl gibt, dass du seine oder ihre Vorschläge unbedingt übernehmen musst oder dass dein Buch nur dann „richtig“ ist, wenn es genauso geschrieben wird, wie diese Person es möchte, wäre ich vorsichtig.

Was passiert nach dem Lektorat?

Hast du Rückfragen zu meinen Kommentaren, kannst du sie mir natürlich gern stellen. Gerade beim ersten Lektorat können einige Fragen entstehen, und es ist mir wichtig, dass du meine Anmerkungen auch nachvollziehen kannst.

Um mich und dich abzusichern, gilt bei der Bezahlung: Ein kleiner Teil wird vor dem Lektorat bezahlt, der größere Teil nach Abschluss der Arbeit. Das ist auch auf der Rechnung entsprechend aufgelistet.

Bist du zufrieden mit meiner Arbeit, freue ich mich natürlich auch über eine Referenz. Und wenn dein Buch veröffentlicht wird, unterstütze ich dich gern auf Social Media und teile deine Veröffentlichung.

Neugierig geworden?

Bist du neugierig geworden oder hast du noch Fragen? Dann schau gerne auf meine Lektoratsseite oder schreib mir.

Ich freue mich auf dein Manuskript!


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